Mehrsprachigkeit als Chance
Fünfte internationale Tagung zu Herausforderungen und Potenziale von Mehrsprachigkeit in Schule, Hochschule und weiteren Bildungsinstitutionen
28. - 29. Juni 2013
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Die weltweite Vernetzung der Märkte sowie die verstärkten Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten der globalisierten Gesellschaft stellen den Menschen vor neue Herausforderungen. Das Prinzip der Mehrsprachigkeit aller Bürger ist eine notwendige Antwort auf die Anforderungen dieser Entwicklung. So zeichnet sich ein modernes, weltoffenes Bildungssystem unter anderem durch seine Orientierung an der Mehrsprachigkeit aus. Dabei darf die Mehrsprachigkeit nicht nur als Reaktion auf die Kompetenzerweiterung des modernen Menschen gesehen werden sondern zugleich als Antwort auf die Bildungsrealität, in der die sprachliche Heterogenität der Lerngruppen längst Normalität geworden ist. Die erwünschte Mehrsprachigkeit kann für die Lernenden wie für die Lehrenden sowohl als Chance als auch als Herausforderung angesehen werden. Diese Entwicklung beschränkt sich nicht nur auf den schulischen Bildungsbereich sondern umfasst zunehmend alle Stationen der Bildungsbiographie des Menschen (Vorschulische Bildung, Berufsbildung, Studium, Erwachsenenbildung). Zahlreiche Konzepte und Modelle der Mehrsprachigkeitsdidaktik werden in unterschiedlichen europäischen Ländern erprobt, reflektiert und wissenschaftlich analysiert. Es gilt Ideen auszutauschen, Konzeptionen vorzustellen und Modelle zu diskutieren, um notwendige Synergien zwischen den Nationen, den Bildungsebenen und Bildungsbereichen zu ermöglichen.
Die fünfte internationale Tagung „Mehrsprachigkeit als Chance“ versteht sich als Fortführung und Ausweitung der Tagungsreihe. Nach Stationen an der Universität Kassel (Deutschland), der Fachhochschule Nysa (Polen) und der Autonomen Hochschule in Eupen (Belgien), der Université du Luxembourg (Luxemburg) findet die Tagung nun im Juni 2013 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt.
Die Tagung soll Studierenden, Forschenden und Praktikern in Schule, Hochschule und weiteren Bildungseinrichtungen eine länderübergreifende Plattform für den Dialog über didaktische Ansätze, Forschungsaktivitäten und –projekte in Zusammenhang mit Mehrsprachigkeit bieten.
Erwünscht sind Erfahrungen mit sprachlich heterogenen Lerngruppen, mit Ansätzen der Mehrsprachigkeitsdidaktik, frühe Mehrsprachigkeit bspw. in Vor- oder Grundschulen sowie unterschiedliche didaktische Konzepte von integriertem Zielsprachen- und Sachfachunterricht, die die Mehrsprachigkeit in Lehr- und Lernprozessen zu erfassen versuchen.
Kolleginnen und Kollegen aus Universitäten, Schulen, Hochschulen sowie weiteren Bildungsinstitutionen verschiedener europäischer Länder werden berichten, welche unterschiedlichen Ansätze in ihren Ländern bzw. Regionen für den Umgang mit individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit erstellt worden sind und wie das Prinzip Mehrsprachigkeit nicht nur als politische Forderung sondern als Lebensprinzip vermittelt werden kann.
Kontakt: s.witzigmann@yahoo.fr